Lebensraum für Bienen und Insekten schaffen

Auf den ersten Blick wirkt es wie eine verkommene Wiese. Schaut man aber genauer hin, ist es ein Paradies für Bienen und eine Vielzahl von Insekten. Ein fröhliches Summen und Brummen erwartet die Besucher der Wildbienenfläche an der SparkassenArena.
Zwei Menschen auf WildblumenwieseGroßbildansicht
v.l. der städtische Umweltberater Norbert Wichmann und Imker Friedrich-Wilhelm Brinkmann möchten für mehr Lebensraum für Insekten werben

Auf rund 100 qm ist ein emsiges Treiben zu beobachten. Im Zeitalter der sogenannten "Wohnzimmer-Gärten" ist dies aber leider eher eine Seltenheit geworden. Aufgeräumte und ordentliche Gärten, zum Teil noch mit Kies auslegt, machen es den Insekten und Bienen schwierig, einen geeigneten Lebensraum zu finden. Kein Wunder also, dass sich die kleinen Wesen an den Wildblumenwiesen dankbar tummeln.

Mit den Wildblumenwiesen und der Wildbienenfläche hat der Imker Friedrich-Wilhelm Brinkmann vom Versmolder Blüten-Mehr in Abstimmung mit der Stadt Versmold einen Lebensraum für Insekten und Bienen geschaffen und einen kleinen Teil zur Artenerhaltung beigetragen. Etwa 100 Euro für Stauden und Blumen wurden investiert, um Versmold auch weiterhin für die kleinen Wesen attraktiv zu machen.

Auch Bürgerinnern und Bürger haben die Möglichkeit, sich zu engagieren. "Es muss ja nicht gleich eine Wildblumenwiese sein", macht Brinkmann deutlich. Ein kleiner Teil im eigenen Garten, trägt auch einen großen Teil bei. "Wenn man bedenkt, dass in einigen Regionen Deutschlands die Artenvielfalt der Insekten um bis zu 80 % zurückgegangen ist, sollten die Gartenbesitzer ihre Möglichkeiten nutzen und zumindest ein Angebot für Insekten schaffen", erklärt der städtische Umweltberater Norbert Wichmann. Ein solches Angebot kann neben Blütenpflanzen auch aus einer Nisthilfe für Wildbienen bestehen.

"Ein alter Baumstamm kann ein schönes zu Hause für Bienen und Wespen sein", wirbt Brinkmann. Der Hohlraum ist ein wunderbarer Rückzugsort und kann als dekoratives Highlight den Garten bereichern. "Damit die Tiere auch langfristig etwas davon haben, sollte man aber gegen die Faserung bohren, damit vermeidet man frühzeitige Risse", erklärt er. Königskerzen und Sonnenbräute bieten außerdem ein hervorragendes Nahrungsangebot. Auch hier gibt es wieder einen Tipp vom Fachmann. Die Stengel von hohen Stauden sollte man im Herbst nicht einfach abschneiden, diese können von Insekten im Folgejahr als Nistmöglichkeit genutzt werden. Bei der Gestaltung seines Gartens sollte man sich bewusstmachen, dass gerade Bienen für die Nahrungsmittel der Menschen enorm wichtig sind.

Bei Fragen rund um den Lebensraum von Bienen und Insekten stehen Friedrich-Wilhelm Brinkmann (Telefon 05423/ 4 15 29) und Norbert Wichmann (Tel. 05423/954-263) gerne zur Verfügung.

Pressemitteilung vom 03.08.2017