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„Natürlich bin ich stark“

28.01.2020

Projekttage zur Suchtprävention in Versmold an den beiden weiterführenden CJD Sekundarschule und CJD Gymnasium 2020

Seit 1999 gibt es die Projekttage zur Suchtprävention mit der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück und sie gehören nun zum festen Jahresprogramm der weiterführenden Schulen in Versmold.
Die Kosten für die Projekttage wurden seit Beginn an von der Stadt Versmold, den Schülerbeiträgen und von Sponsorengeldern zusammengetragen. Die Volksbank Versmold ist als Sponsor vom ersten Tag dabei.
In diesem Jahr werden die Projekttage in vier Klassen der CJD Sekundarschule und drei Klassen des CJD-Gymnasiums des 7.Jahrgangs durchgeführt. Jeweils an drei Tagen haben Schauspielerinnen und Schauspieler der Theaterpädagogischen Werkstatt mit den Klassen gearbeitet.

Warum gibt es die Projekttage?
Im November 2019 erschien der aktuelle Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung, vorgestellt von der neuen Drogenbeauftragten Daniela Ludwig:
„Der Bericht macht deutlich, wo es noch offene Baustellen gibt und wo wir bereits gute Fortschritte erzielt haben. Gute Entwicklungen sehen wir bei dem Thema Tabak – Rauchen wird langsam wirklich out. Dafür sehen wir, dass der Konsum von E-Zigaretten klar ansteigt, gerade bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Diesen Trend gilt es zu stoppen. Ein Grund mehr für ein Tabakaußenwerbeverbot mit allen Dampfprodukten inklusive!“ sagt Daniela Ludwig.
Bei den illegalen Substanzen bleibt Cannabis nach wie vor die am häufigsten konsumierte Droge. Sowohl bei den Erwachsenen, als auch bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
19 Prozent der Jugendlichen gaben an, in ihrem Leben Cannabis konsumiert zu haben, bei den jungen Erwachsenen (18 bis 25 Jahre) waren dies 42,5 Prozent.
Substanzen wie Heroin, Neue Psychoaktive Stoffe oder Kokain sind dagegen insgesamt weniger konsumiert worden. Dennoch sind opioidhaltige Substanzen, wie beispielsweise Heroin, weiterhin die Hauptursache, weshalb Menschen an Drogen versterben. Die Zahl der Drogentoten ist im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben (2017: 1.272 Personen, 2018: 1.276 Personen).
Auch in der eher ländlich geprägten Kleinstadt Versmold sind Suchtproblematiken ein Thema. Aus diesem Grund haben sich die weiterführenden Schulen für ein präventives Projekt der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück entschieden.

Zum Konzept des Projektes:
"Natürlich bin ich stark!" will Jugendlichen Mut machen, zu sich selbst zu stehen. Leicht ist das nicht. Aber wer früh lernt, eigene Entscheidungen zu treffen, Konflikte auszutragen und auf sich und andere zu achten, ist auf einem tollen Weg. Und niemand muss da alleine durch. Es gibt immer Menschen, die einen unterstützen wollen. Das können sie aber nur, wenn die Jugendlichen sie an sich heranlassen und ihnen etwas sehr Wertvolles schenken: Vertrauen. Deshalb leben wir ihnen vor, dass sich das Leben gemeinsam viel besser genießen lässt. Freundschaft ist einfach das schönste Genussmittel!
Suchtmittel jeder Art können mit dem Versprechen locken, das Leben leichter zu machen. Aber Drogenkonsum schafft nichts als Abhängigkeit. Und auch die neuen Kommunikationsmedien vereinfachen angeblich den Alltag. Aber mit einem unbedachten Klick landet im Netz, was andere bloßstellt oder demütigt. Cybermobbing ist zunehmend ein Thema unter Jugendlichen, die sich häufig nicht darüber im Klaren sind, welche Konsequenzen eine Veröffentlichung haben kann. Mit der Szenencollage "Natürlich bin ich stark!" wollen wir jungen Menschen Kraft geben, bevor Drogen, Süchte oder sozialer Druck sie schwach machen. Wir möchten, dass Jugendliche ihre Persönlichkeit entdecken und sich dabei nicht von anderen beeinflussen lassen. Deshalb sagen wir ihnen: Ob traurig oder glücklich, ob aufgeregt oder frustriert – echt cool seid ihr immer dann, wenn ihr zu euren Gefühlen steht und euch treu bleibt.
Was haben eine kleine Lüge, eine klauende Clique und ein einsames Mädchen gemeinsam? "Natürlich bin ich stark!" erzählt individuelle Geschichten auf dem Weg zur Abhängigkeit und in die Einsamkeit eines Mobbingopfers. Die Alltäglichkeit der Situationen hilft den Jugendlichen, Parallelen zu ihrer eigenen Wirklichkeit zu ziehen. Sie erkennen, wie harmlos der Einstieg ins Suchtverhalten wirken kann und wie schnell die virtuelle Welt einen zeitgemäßen Pranger errichtet.
Das Motto heißt: Einspruch erlaubt!
„Wieso hält das Mädchen die Klappe? Ich hätte dem Typen was erzählt!” Solche Zwischentöne aus dem Publikum sind für uns der beste Applaus. Denn nur wer einen eigenen Standpunkt hat, kann ihn vor anderen einnehmen und eine starke Persönlichkeit entwickeln. Und die ist die wichtigste Präventionsmaßnahme. Mit gezielten Fragen und viel Interaktion regen wir deshalb die Kommunikation in der Gruppe an. Theaterpädagogische Übungen fördern außerdem die Reflexionsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler. Uns geht es nicht um stoffliche Drogenaufklärung und konkrete Medienarbeit. Gemeinsam mit der Klasse wollen wir Strategien gegen Abhängigkeiten erarbeiten, die den Jugendlichen in ihrem Alltag weiterhelfen.
Mehr Informationen unter https://www.tpw-osnabrueck.de/programme/natuerlich-bin-ich-stark

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33775 Versmold

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