06.04.2025
Vom 31. März bis zum 4. April 2025 sind 42 Schülerinnen und Schüler aus Versmold und der polnischen Partnerstaft Dobczyce gemeinsam auf Entdeckungsreise gegangen!
Unter dem Motto „Ver-czyce: Eine Spurensuche auf einem gemeinsamen Europa“ setzen sich die Jugendlichen intensiv mit der europäischen Idee und der deutsch-polnischen Geschichte auseinander.
Die Reise begann mit der Ankunft der Versmolder und Dobczycer Gruppe am Falkensee bei Berlin. Dort standen erste Kennenlernspiele auf dem Programm – denn Europa beginnt mit Begegnung! In gemeinsamen Diskussionen tauschten sich die Teilnehmenden über Europa aus, reflektierten ihre eigenen Haltungen und hinterfragten typisch deutsche sowie typisch polnische Stereotypen. Ein bedeutender Teil des Programms war die Auseinandersetzung mit der gemeinsamen Geschichte beider Länder – ein wichtiger Schritt für gegenseitiges Verständnis und eine starke europäische Gemeinschaft.
Am Dienstag erwartete die Jugendlichen ein besonderes Highlight: der Besuch des Deutschen Bundestags. Nach einer spannenden Führung fand ein Austausch mit Mitarbeitern von Ralph Brinkhaus statt, in dem über Europa und die Arbeit des deutschen Parlaments gesprochen wurde. Dabei wurden auch Unterschiede zum polnischen Parlament thematisiert.
Eine Stadtrallye in gemischten Teams führte die Teilnehmenden auf die Spuren der deutsch-polnischen und europäischen Geschichte. Am Abend wurden die Gewinner gefeiert und der Tag gemeinsam reflektiert – ein unvergessliches Erlebnis für alle!
Am Mittwoch standen verschiedene Workshops im Mittelpunkt. In einem virtuellen Austausch mit Bürgermeister Michael Meyer-Hermann aus Versmold diskutierten die Jugendlichen über die Vorteile Europas und ihre eigene europäische Identität. Zudem gab Stadtarchivar Dr. Rolf Westheider spannende Einblicke in die Geschichte polnischer Zwangsarbeiter in Versmold.
In den Workshops beschäftigten sich die Jugendlichen im gemischten Teams mit Diskussionen zu aktuellen europäischen Thesen, spielerischem Erlernen der deutschen und polnischen Sprache sowie künstlerischen Aktivitäten. Ein besonderes Highlight war das Gestalten von Keksen in Form von Sternen, die individuell dekoriert wurden – ein kreativer Ausdruck der europäischen Vielfalt. Der Abend klang mit Lagerfeuer, Gesang und Tanz aus.
Am Donnerstag besuchten die Jugendlichen die Gedenkstätte Bernauer Straße, wo intensiv über die Trennung zwischen Ost und West sowie die Überwindung von Grenzen im Kopf diskutiert wurde. Anschließend ging es nach Potsdam, wo das Museum Barberini auf dem Programm stand. Die Werke des Künstlers Kandinsky, der Europa mit seinem Stil prägte, boten Anlass für spannende Diskussionen. Eine Stadtführung durch Potsdam rundete den Tag mit dem Fokus auf die europäische Geschichte der Stadt ab. Beim gemeinsamen Abschlussabend konnte man bereits sehen, wie gut sich die Gruppen gemischt haben und zusammengewachsen sind.
Am Freitag haben die Schülerinnen und Schüler in Gruppen die vergangenen Tage gemeinsam reflektiert und ihre Einschätzungen zum Projekt vorgestellt. Am Vormittag fand zudem ein gemeinsamer Sprachunterricht statt, bei dem die Teilnehmenden ihre Sprachkenntnisse weiter vertieften. Am Nachmittag hieß es schließlich Abschied nehmen – mit vielen neuen Erfahrungen, Freundschaften und Eindrücken im Gepäck traten die Jugendlichen ihre Heimreise an.
Das Projekt „Ver-czyce“ ermöglicht den Jugendlichen eine tiefgehende Auseinandersetzung mit Europa, seiner Geschichte und seiner Zukunft. Dank der Förderung durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk sowie Mittel des Europaschecks des Landes NRW konnten diese wichtigen Begegnungen und Erlebnisse realisiert werden.
Mit neuen Perspektiven, wertvollen Erfahrungen und internationalen Freundschaften im Gepäck neigt sich eine intensive Woche dem Ende zu – ein starkes Zeichen für ein vereintes Europa!
„Ver-czyce. Eine Spurensuche eines gemeinsamen Europas“ wird von der Landesinitiative Europa-Schecks des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.
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