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Stadt möchte Breitbandausbau für alle Adressen ermöglichen

19.05.2019

Am Donnerstag hat die Stadtvertretung beschlossen, dass die Stadt Versmold den Kreis Gütersloh beauftragt, einen Förderantrag im 6. Förderaufruf für den Ausbau der verbliebenen unterversorgten Haushalte zu stellen.

Im Kreis Gütersloh wurden in den letzten Jahren, neben den eigenwirtschaftlichen Ausbaumaßnahmen der Telekommunikationsunternehmen, verschiedene Fördermaßnahmen initiiert, um die Breitbandversorgung der Bevölkerung zu verbessern. Aufgrund der Förderregularien darf die öffentliche Hand mit Fördermitteln nur an Privatanschlüssen tätig werden, deren Versorgung unterhalb der Aufgreifschwelle von 30 Mbit/s im Download liegt.

In der Stadt Versmold werden im Zuge des Ausbaus der Telekom, der im Sommer 2019 beginnen soll, rund 2.334 Haushalte mittels der Vectoring-Technik ausgebaut und mit mind. 50 Mbit versorgt. Somit werden danach ca. 95 % der Versmolder Haushalte mit einer Bandbreite von >50 Mbit angeschlossen sein.

Ziel ist und bleibt es, allen Versmolder Haushalten einen schnellen Breitbandanschluss verfügbar zu machen. Die Möglichkeiten und Kosten hierfür aufzuzeigen, war Aufgabe der INFOKOM Gütersloh und des beauftragten Planungsbüros in enger Abstimmung mit der Stadt Versmold.
Das Bundesförderprogramm hierzu wurde beständig weiterentwickelt und das sog. „Scoring- Verfahren“ ist weggefallen. Es ist nun im 6. Förderaufruf möglich, auch den bisher nicht berücksichtigten, unterversorgten Haushalten im Außenbereich der acht Kommunen eine Versorgungsperspektive durch eine weitere Förderantragsstellung zu bieten. Die im Vorfeld einer Förderantragstellung notwendigen Vorbereitungshandlungen wurden durch den Kreis Gütersloh in enger Kooperation mit den acht am Projekt beteiligten Kommunen durchgeführt. Dies umfasst zunächst die Abfrage von aktuellen Versorgungsdaten sowie Ausbauabsichten der Telekom- munikationsunternehmen für die nächsten drei Jahre, über ein sog. „Markterkundungsverfahren“ (MEV). Die gelieferten Daten wurden, durch das Beratungsunternehmen MICUS, mit den Katasterdaten des Kreises verschnitten, um laut Aufgreifschwelle unterversorgte Adressen ohne Ausbauperspektive zu ermitteln. Danach erfolgte eine Kostenkalkulation auf Basis einer Grobnetzplanung. Dies ist erforderlich, da die Förderrichtlinie einen 10 prozentigen Eigenanteil, der durch die Kommune zu leisten ist, vorschreibt.

Für die Stadt Versmold wurden 497 noch unterversorgte Adressen ermittelt. Das Beratungsunternehmen geht hier von 488 Haushalten und 9 ansässigen Unternehmen aus. Zur Anbindung der Adressen sind ca. 116,90 km Trassenbau erforderlich. Der laufende Meter Tiefbau inkl. Leerrohr und Glasfaser wurde mit einem Durchschnittspreis von 90 € kalkuliert. Die Kostenkal- kulation auf Basis der Grobnetzplanung ergab ein Gesamtinvestitionsvolumen von 10.940.968 €. Die durch den Berater geschätzte Wirtschaftlichkeitslücke beträgt 11.054.852 €. Die Wirtschaftlichkeitslücke übersteigt hierbei die Investitionskosten, da die laufenden Betriebskosten während der Zweckbindungsfrist die Einnahmen übersteigen.

Von der Wirtschaftlichkeitslücke trägt, bei erfolgreicher Förderantragsstellung, der Bund einen Anteil von 50% in Höhe von 5.527.426,00 € und das Land NRW im Rahmen der Ko- Finanzierung einen Anteil von 40% in Höhe von 4.421.940,80 €. Der durch die Kommune zu entrichtende Eigenanteil beträgt, laut Kostenanalyse, 1.105.485,20 €.

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