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Telekom rückt nicht von IP-Umstellung ab- Bürgermeister zeigt sich enttäuscht und wendet sich an den Vorstand

13.05.2019

Rund zwei Dutzend Versmolder Kundinnen und Kunden der Telekom waren dem Aufruf von Bürgermeister Michael Meyer-Hermann gefolgt und haben ihre Betroffenheit von der Kündigung der bestehenden Analog- und ISDN-Anschlüsse durch die Telekom und die bevorstehende Umstellung auf die digitale Voice-over-IP-Technik mitgeteilt.

„Sowohl Privatkunden, die sich um ihre grundlegende Telefonie- und Internetversorgung sorgen, wie auch Gewerbe- und Handwerksbetriebe, für die ein funktionierender Anschluss wirtschaftliche Grundvoraussetzung ist, haben ihre Bedenken und Kritik am Vorgehen der Telekom formuliert“, so der Bürgermeister. Diese Fälle wurden an die Telekom zur Prüfung übermittelt, was vom Regionalverantwortlichen der Telekom so zugesagt wurde, da auf dieser Arbeitsebene die von Kunden und Stadt beschriebenen Probleme ebenfalls gesehen wurden.

Ernüchtert nahm der Bürgermeister nun die übersandte Sprachregelung der Telekom-Konzernleitung zur Kenntnis, wonach ein harter Kurs bei der IP-Umstellung gefahren wird: Es würden keine Ausnahmen bei der Umstellung mehr gemacht. Die Telekom begründet diesen Schritt mit dem einheitlichen Standard für alle Netze, den man bereits seit 2015 umsetze und bis 2020 mit einer Umstellung aller Anschlüsse abgeschlossen haben will. So seien bereits 86 Prozent aller Kundenanschlüsse auf IP geschaltet. Die Telekom will damit ein Nebeneinander zweier Technologien, zwischen denen technische Brücken gebaut werden müssten, vermeiden. Zudem sei die analoge Technik anfälliger für Ausfälle und die Wartung bei aufgrund von nicht mehr verfügbaren Ersatzteilen nur noch schwerlich möglich. Insgesamt wolle man somit die Grundlage für den flächendeckenden Breitbandausbau auf einheitlich digitaler Basis schaffen, so die Telekom. Würden einzelne Kunden nicht umgestellt, so könne dies bis zu mehrere hundert andere Kunden blockieren, die am selben Kabelverzweiger angeschlossen sind.

Bürgermeister Michael Meyer-Hermann hat wenig Verständnis für dieses Vorgehen der Telekom: „Die Konzernspitze lässt leider außer Acht, dass der Netzausbau noch nicht bis in alle ländlichen Bereiche wie auch in Versmold vorgedrungen ist und damit für zahlreiche Kunden fraglich ist, ob aufgrund der geringen Bandbreite überhaupt dann noch verlässlich Telefonie und Internet verfügbar sind. Einzelne Praxisbeispiele haben auch in Versmold schon gezeigt, dass dies nicht immer funktioniert. Genau solche Fälle hatte ich der Telekom mitgeteilt. Dies wird nun einfach mit einer pauschalen Antwort abgetan, statt sich diese genau anzuschauen. Hier hatte ich deutlich mehr Engagement im Interesse der Kunden erwartet!“ Seitens der Telekom wird angeführt, dass es für Privat- wie Geschäftskunden zahlreiche Möglichkeiten gäbe und man diese mit dem Kundenservice abstimmen solle.

Michael Meyer-Hermann will aber nicht locker lassen und sich an den Telekom-Vorstand sowie erneut an die politischen Entscheidungsträger in Berlin wenden, die Einfluss auf den sich zu 1/3 im Staatsbesitz befindlichen Konzern haben. „Fälle wie diese wird es im ganzen Bundesgebiet geben, die insbesondere daraus resultieren, dass der vom Bund versprochene Breitbandausbau bei weitem nicht so fortgeschritten ist wie angekündigt und die Telekom, wie auch in Versmold, ihren Zeitplänen deutlich hinterher hängt. Daher ist eine zügige Realisierung des für Versmold schon lange angestoßenen Breitbandausbaus die Grundvoraussetzung, damit eine IP-Umstellung für alle überhaupt funktionieren kann. Solange muss gewährleistet sein, dass niemand durch eine Umstellung schlechter gestellt wird!“, so der Bürgermeister. Gleiches gelte auch für Nachbarkommunen, wo es ebenfalls Betroffene gibt. Mit seinem Amtskollegen Dirk Speckmann aus Borgholzhausen steht er dazu im engen Austausch, da sich auch hier mehrere Kunden bereits gemeldet haben.

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